Les critères d’une agriculture durable

Une agriculture durable présuppose qu’on soit prêt à sortir des sentiers battus. C’est pourquoi les agriculteurs regroupés au sein de la FKL seront dorénavant incités à une production plus efficiente du point de vue biologique, en accord avec et dans la nature, et ce grâce à des objectifs économiques clairement définis et raisonnables du point de vue agronomique et zootechnique.

Afin d’atteindre ce but, un concept moderne d’évaluation de la durabilité agricole doit être utilisé, qui servira de base pour des objectifs futurs telles l’efficience biologique et la productivité par surface en cas d’utilisation intensive et d’usage des cycles naturels.

Quant aux déclarations de marketing à propos des régions, de la gestion responsable des terres arables ainsi que de la qualité des produits, elles seront corrigées par des données mesurables.

Cahier des charges D'fair Mëllech

Kapitel 1.0: Allgemeine Beschreibung

Das vorliegende Lastenheft begreift die im biologischen Sinn möglichst nachhaltige Produktion von Kuhmilch beginnend bei der Tierzucht und -haltung, der Futtergewinnung, der Fütterung bis hin zur eigentlichen Milchgewinnung auf dem Hof im Rahmen der Vermarktungskette « D‘fair Mëllech » der FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG (FKL). Oberstes Ziel dabei ist es die vielen regenerativen Haupt- und Nebenleistungen der Milchbauern transparent darzustellen, um sie via einen zu erzielenden Mehrwert mindestens kostendeckend sowie Umwelt und sozial gerecht – sprich « Gudd a Fair » – zu entlohnen.

Artikel 1.1: Die FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG engagiert sich Milch und Milchprodukte gesicherter Qualität einzukaufen und zu vermarkten. Dabei werden die biologischen, sozialen und wirtschaftlichen Produktionsgegebenheiten der teilnehmenden Milchviehbetriebe ausgelobt, welche sich im Verbund und einzeln dazu verpflichtet haben, nachstehende Definition zur Milchqualität inklusiv des einhergehenden, gesamten Herstellungsprozesses, wie im vorliegenden Lastenheft beschrieben, zu respektieren.

Artikel 1.2: Die landwirtschaftliche Genossenschaft CONVIS Herdbuch Service Elevage et Génétique, u. a. staatlich beauftragt mit der Führung der Herdebücher und der Leistungskontrolle von Rindern und Schweinen, erklärt sich gewappnet und bereit, die Animation, die Kontrolle und die Zertifizierung der Produktionskriterien und Qualitätsstandards, wie sie im Plan der internen Kontrolle beschrieben sind, durchzuführen.

Artikel 1.3: Die FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG übernimmt die Verantwortung für den Einkauf und die Vermarktung der Milch und mit ihr die Auslobung derjenigen Qualitätskriterien, wie sie im vorliegenden Lastenheft beschrieben sind.

Artikel 1.4: Die FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG Soc. coop. und CONVIS, Société coopérative, sind kooperierende Partner des Labels « D’fair Mëllech ». Auftraggeber und Titular des Labels ist das LDB.

Kapitel 2.0: Einschränkungen

Artikel 2.1: Zugelassen sind grundsätzlich alle inländische Milchviehbetriebe, welche ihre Milch an eine Molkerei oder eine Käseproduktion in Luxemburg oder in der Grossregion liefern.

Artikel 2.2: Die teilnehmenden Milchviehbauern erlauben den implizierten, internen (= CONVIS) und externen Kontrollstellen uneingeschränkte Einsicht in alle vor- und nachgelagerten Prozesse der Milchproduktion einschliesslich etwaiger, anderer Betriebszweige mit landwirtschaftlicher Orientierung.

Kapitel 3.0: Zielsetzung

„Change for Good“ Die fundamentale Zielsetzung – von der ersten Idee bis zur praktischen Umsetzung aller Produktionskriterien des vorliegenden Lastenheftes – ist es, sowohl den Produzenten (= Bauern) wie auch den Konsumenten (= Käufern) dieser Milch ein Maximum an Transparenz bei der Ausrichtung der Milchproduktion auf wahre Nachhaltigkeit zu geben wie folgt:

  • kontinuierliche Verbesserung der biologischen Effizienz der Produktionsprozesse und …
  • Minimierung des Impacts der Milchproduktion auf Natur und Umwelt (Artikel 3.1)
  • Eliminierung aller bekannten Risiken für die menschliche Gesundheit (Artikel 3.2)
  • stete Verbesserung der Betriebsautonomie (Artikel 3.3)
  • Absicherung der Milchproduktion durch ein wirtschaftlich korrektes/gerechtes, sprich « faires » Entgelten der Produktionskosten mit allen regenerativen Haupt- und Nebenleistungen rundum die « gute » Milchgewinnung (Artikel 3.4)

Artikel 3.1: Das erste Ziel verfolgt die kontinuierliche Verbesserung der biologischen Effizienz der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse auf Einzelbetriebsebene und die Minimierung des Impacts der Milchproduktion auf Natur und Umwelt wie folgt:

  • Minimierung aller Nährstoffverluste
  • Maximierung der Netto-Einbindung von Sonnenenergie in der Milch durch die Photosynthese
  • Erhalt bzw. Förderung der Bodenfruchtbarkeit
  • Drosselung der Treibhausgasemissionen und Förderung der C-Senken

Diese Ziele werden im Rahmen der jeweils gegebenen wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten angestrebt.

Zur Verwirklichung dieses Ziels wird dazu folgende Metrik angewandt: Jeder teilnehmende Milchviehbetrieb muss alle Stoff- und Energieströme seiner Produktion(en) durch eine komplette Buchführung, die sog. “Hoftorbilanz”, sowie durch die angewandten Futter-, Dünge- und Pflanzenschutzpläne bewerten lassen, wie im vorliegenden Lastenheft in Artikel 4.2 dargelegt.

Artikel 3.2: Das zweite Ziel betrifft die Lebensmittelsicherheit. Diese wird zusätzlich zu den gesetzlichen Auflagen durch ein je Molkerei vorgegebenes Qualitätssicherungssystem (QM, …) gewährleistet.

Artikel 3.3: Mit dem dritten Ziel wird mittelfristig versucht, die Milchproduktion auf den teilnehmenden Betrieben so autonom/autark wie möglich zu gestalten.

Artikel 3.4: Das vierte Ziel strebt die Absicherung der Milchproduktion durch ein wirtschaftlich korrektes/gerechtes, sprich « faires » Entgelten der Produktionskosten mit allen implizierten Haupt- und Nebenleistungen der Milchbauern an. Dies ist Aufgabe der FKL bzw. des LDB!

Kapitel 4.0: Produktionsauflagen

Zur Darstellung der Produktionsprozesse sind alle stoffliche Bewegungen zu und von jedem einzelnen Teilnehmerbetrieb wie Betriebsmittellieferungen (Futter, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Tiere, Treibstoffe, Schmiermittel, …) und Abgaben/Verkäufe (Tiere, Milch, Eier, Marktfrüchte, Futter, Dung, …) qualitativ und quantitativ in speziellen, schriftlichen oder elektronischen Karteien/Unterlagen einzutragen und aufzubewahren. Finanzielle Daten sind hiervon ausgenommen.

Artikel 4.1: Herkunft, Qualität und Quantität der Tiere, der Futter- und Düngemittel und aller anderen Betriebsmittel – ob selbst gezüchtet, aufgezogen, erzeugt oder zugekauft – müssen bekannt sein sowie ggfls. gekennzeichnet und nachvollziehbar archiviert werden.

Artikel 4.2: In jedem Betrieb sind folgende Karteien zeitnah zu führen:

  • Tierbestand durch SANITEL
  • Milchproduktion durch MLP/Milchablieferungen
  • Umfeld der Milchproduktion durch vorliegendes QM-System
  • Betriebsmitteleinkauf und Marktablieferungen durch Buchführung (SER/Agrigestion)
  • Ackerschläge, Einsaaten, Rotation der Kulturen, Ernten durch Ackerschlagkartei
  • Futterkomponenten, Fütterung via Futterrationen
  • Düngung mineralisch und organisch via Düngerpläne
  • Pflanzenschutzanwendungen durch Ackerschlagkartei
  • Bodenbearbeitung durch Ackerschlagkartei
  • Bodenproben (ASTA, …)

Artikel 4.4: Die Rückführung von Gülle, Jauche und Mist wird optimiert und ihr Ausbringen auf der verfügbaren LN unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen. Die Rückführung anderer organischer Stoffe wie das Ausbringen von Klärschlamm und industriellem Kompost ist erlaubt, wenn eine zeitnahe und profunde Analyse aller potentiellen Schadstoffe mit negativem Befund vorliegt.

Artikel 4.5: Fütterung und Düngung stellen die hauptsächlichsten Betriebsstoffe in der Milchproduktion dar. Ihre Anwendung muss im Sinn der in Artikel 3.1 definierten Zielsetzung erfolgen und zwar derjenigen der nachhaltigen Steigerung der biologischen Effizienz aller implizierten Produktionsprozesse.

Kapitel 5.0: Nachvollziehbarkeit und Etikettierung

Zur Gewinnung und Aufrechterhaltung des Vertrauens der Konsumenten werden Inhalt und Vorgehensweise der Bewegung « D’fair Mëlléch » transparent dargestellt.

Artikel 5.1: Die Milch in den « D‘fair Mëlléch »-Verpackungen wird bei einer Molkerei eingefüllt eingekauft und als « fair Mëlléch » vermarktet. Diese Milch stammt nicht direkt von den teilnehmenden Milchviehbetrieben, entspricht aber allen gesetzlichen Bedingungen und gesundheitlichen Auflagen.

Artikel 5.2: Es wird klargestellt, dass – wie beim « grünen » Strom – die eingefüllte und gekaufte Milch nur bedingt von den teilnehmenden Betrieben stammt. Der höhere Verkaufspreis dient zur effektiven Tilgung der realen Betriebskosten und zum Ausgleich des Mehrwertes, welche die teilnehmenden Milchbauern tagtäglich in der hierdurch gegenüber der Zivilgesellschaft transparent dargestellten Art und Weise leisten.

Artikel 5.3: Die teilnehmenden Betriebe gewährleisten, dass alle mittels « D’fair Mëlléch » ausgelobten Kennzahlen auf ihren Betrieben umgesetzt werden. Durch den Kauf dieser Milch stärkt der Konsument ganz bewusst die Nachhaltigkeit der Milchproduktion im Sinn und im Umfang der teilnehmenden Betriebe, welche er massgeblich durch seine Bereitschaft zum Kauf der « guten und fairen » Milch mitbestimmt.

Kapitel 6.0: Fütterung

Futtergewinnung (inklusiv Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz) und Fütterung erfolgen im Sinn und zum Zweck der Förderung der biologischen Effizienz der Milcherzeugung.

Kapitel 7.0 & 8.0: Haltung und Tiergesundheit

Haltung und Führung der Milchvieherde (Kühe, Rinder, Jungrinder, Kälber) erfolgen im Sinn und zum Zweck der Förderung des Wohlbefindens und der Tiergesundheit aller Tiere. Diesbezügliche staatliche Auflagen gelten als Mindestanforderungen.

Kapitel 9.0: Zertifizierung

Die teilnehmenden Betriebe müssen stets alle Vorgaben und Bedingungen, welche in diesem Lastenheft beschrieben sind, einhalten. CONVIS bescheinigt die Richtigkeit der Angaben.

Artikel 9.1: Die Informationspflicht der teilnehmenden Milchbauern begreift alle Angaben und Geschehnisse des gesamten Betriebes, in dem die Milchproduktion stattfindet, inbegriffen alle sonstigen landwirtschaftlichen Betriebszweige.

Artikel 9.2: Diese Kontrollfunktion von CONVIS wird durch eine Kommission, welche auch als Arbeitsgruppe fungieren kann/soll, unterstützt.

Artikel 9.3: Dieser Kommission bzw. Arbeitsgruppe obliegt auch die Funktion des Schiedsrichters, sollten Unregelmäßigkeiten oder unterschiedliche Interpretationen bei der Anwendung dieses Lastenheftes auftauchen. Sie setzt sich zusammen wie folgt:

  • ein Vertreter des LDB
  • ein Mitglied der FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG
  • zwei Vertreter von CONVIS
  • zwei Vorstandsmitglieder der FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG

Artikel 9.4: Die gemeinsame Besichtigung (in Routine oder von auffällig gewordenen Betrieben) dient ebenfalls dem gegenseitigen Austausch. Besichtigungen erfolgen auf Anforderung des LDB, der FKL, der CONVIS oder eines oder mehreren der teilnehmenden Betriebe.

Artikel 9.5: CONVIS bewahrt zwecks Zertifizierung, Einsicht und Begutachtung durch die staatlichen Dienststellen alle Kontrollprozeduren und -berichte auf.

Artikel 9.6: Gemäss Artikel 16 des Reglements (CE) Nr. 1760/2000, wird eine externe Kontrolle durch eine unabhängige Kontrollinstanz, welche vom Landwirtschaftsministerium anzuerkennen ist, durchgeführt. Form, Inhalt und Frequenz dieser Kontrolle entspricht dem Lastenheft. Das Kontrollorgan zeichnet eine Konvention mit den Partnern FKL/LDB und CONVIS.

Artikel 9.7: Es erklärt sich von selbst, dass alle direkt und indirekt mit der Milcherzeugung zusammenhängenden, staatlichen Auflagen (Beschlüsse, Reglemente, Gesetze), auch wenn sie nicht ausdrücklich in diesem Lastenheft erwähnt werden, Gültigkeit haben.

Artikel 9.9: Ein Bericht zu allen getätigten Kontrollen, Analysen und Berechnungen wird jährlich von CONVIS zusammengestellt und von der Kontrollkommission begutachtet und gutgeheissen. Darin werden die durchschnittlichen Ergebnisse und Entwicklungen der Nachhaltigkeitsparameter aller teilnehmenden Betriebe niedergeschrieben und via Pressekonferenz oder Presse-Communiqué veröffentlicht. CONVIS hält jeden Jahresbericht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Kapitel 10.0: Sanktionen

Je nach Grad des Verstosses eines Betriebsleiters sind Sanktionen vorzusehen wie etwa:

  • vorübergehender Ausschluss aus der FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG
  • definitiver Ausschluss eines Betriebes aus der FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG

Kapitel 11.0: Unstimmigkeit/Auflösung

Die Partner verpflichten sich ihre Unstimmigkeiten bei der Anwendung des Lastenheftes an die Kontrollkommission zwecks Entscheidungsfindung weiterzuleiten. Sollte eine Unstimmigkeit zu einem essentiellen Punkt des Lastenheftes nicht behoben werden können, kann ein Partner die Konvention mittels Einschreiben einseitig auflösen.

Kapitel 12.0: Zusätzliche Dokumentation

Verschiedene Anhänge erklären oder vertiefen spezielle Anforderungen und Vorgaben des Lastenheftes. Das Lastenheft ist nicht statisch. Es wird kontinuierlich der Evolution im Milchmarkt und in der Politik angepasst.

Kapitel 13.0: Konventionen und Abmachungen

Die praktische Umsetzung der Massnahmen und Auflagen dieses Lastenheftes werden via bilaterale Konventionen geregelt. Die Konventionen werden automatisch weitergeführt, wenn innerhalb eines Monats nach der Benachrichtigung kein schriftlicher Einspruch erhoben wird.

Artikel 13.1: Die Partnerschaft « LDB – FKL » beschreibt und besiegelt die Übertragung der Markenrechte und des Auftrages des LDB a.s.b.l. an die Genossenschaft FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG, Société coopérative.

Artikel 13.2: Die Partnerschaft « CONVIS – FKL » wird beschrieben und besiegelt durch und mit der Vorstellung und Veröffentlichung dieses Lastenheftes. Der Aufwand für die internen und externen Kontrollen wird von der FKL im Auftrag ihrer Mitglieder getragen bzw. an letztere weitergeleitet.

Artikel 13.3: Eine Konvention « Milchbauer – FKL » verpflichtet die Milchbauern zur Offenlegung aller ihrer Milchablieferungen. Diese Konvention definiert und regelt ausserdem die Preisgestaltung, den Marktrücklauf und die Auszahlung der Milchbauern. Jeder teilnehmender Milchbauer nimmt zur Kenntnis, dass eine Überlieferung seiner Milchquote inklusive der Freiquote, automatisch die Annullierung des Preis-Premium von 10 Cents mit sich zieht. Der direkte Kontakt zwischen Hersteller und Konsument wird hergestellt, indem jeder Milchbauer sich verpflichtet, mindestens 1,5 Manntage für werbliche POS- oder Eventmaßnahmen zur Verfügung zu stehen.

Artikel 13.4: Eine Konvention « Milchbauer – CONVIS » verpflichtet die Milchbauern zur Offenlegung aller ihrer Produktionsdaten, welche im Lastenheft niedergeschrieben sind, an die diesbezüglich verantwortlichen Angestellten bei CONVIS.

Artikel 13.5: Eine Konvention zwischen « FKL – LUXLAIT » regelt die Einfüllung, Lieferung und Preisgestaltung der « fair Mëlléch ».

Artikel 13.6: Die Marktrelation « FKL – Verbraucher » basiert auf einer Qualitätscharta bestehend aus prinzipiellen Aussagen mit einer einfachen, wenig technischen Formulierung an die Adresse der grossen Öffentlichkeit sowie aus der Offenlegung der Kontrollberichte.


Label à agréer par l’Etat luxembourgeois // Cahier des charges « D’fair Mëlléch »

© FAIRKOPERATIV LËTZEBUERG Soc. Coopérative
4, op d'Schmëtt / L-9964 HULDANGE
et
© CONVIS Soc. Coopérative
Herdbuch – Service Elevage et Génétique
Zac, 4 / L-9085 ETTELBRUCK

Aucun extrait de ce livre ne peut être reproduit d’aucune façon, soit imprimé, soit photocopié, soit reproduit sur microfilm ou de quelque manière que ce soit, sans l’autorisation des éditeurs.